Die Kinder kommen je nach Unterrichtsende zwischen 11.20 Uhr und 13 Uhr in den Hort. Sie bilden dann anfangs meist nur eine kleinere Gruppe, die es genießt die Ausstattung des Hortes vorerst für sich zu beanspruchen. In dieser Zeit sind das Beobachten und Dokumentieren besonders gut möglich und sinnvoll. Nach eigenen Interessen gestalten alle Kinder, die bis zum Mittagsessen eintrudeln ihre freie Zeit. In den Spieleecken können die Kinder vor allem verschiedene Rollen (Anführer, Mitläufer, Beschwichtigter etc.) einnehmen und austesten, welche Rolle sich stimmig anfühlt. Die verschiedenen Tischspiele regen zur kognitiven, lösungsorientierten und fairen Umsetzung des Spielens an. Im Laufe der nächsten Jahre möchte der Hort bewusst auf Plastikspielsachen verzichten und sich anhand der Umweltpädagogik mehr auf Holzspielsachen und Naturmaterial konzentrieren.

 

Das Mittagessen findet um 13.00 Uhr statt. Da nicht alle Kinder mitessen, können die Brotzeitkinder weiter im Freispielraum bleiben. Alle anderen versammeln sich nach dem Händewaschen um eine lange Essenstafel und kommen zur Ruhe. Nach dem gemeinsamen Beten wird das Essen ausgegeben und es besteht die Möglichkeit sich während des Essens intensiv auszutauschen. Basis dafür ist vorerst das Erlernen und Pflegen von Tisch- und Essenskulturen. Teilweise dürfen die Kinder auch freiwillig im Wechsel beim Abräumen und Säubern der Tische mithelfen.

 

Der Hort wird aktuell vom Kindercatering Service aus Regensburg beliefert. Die Essenskosten werden pauschal auf 55,00 € pro Monat veranschlagt und per Lastschriftverfahren abgebucht. In der Regel werden täglich zwei Optionen, aus Vor- und Hautspeise oder Haupt- und Nachspeise bestellt. Ab Februar 2019 wird eine Vor- oder Nachspeise mit einem Teil der Essenskinder aus biologischen, saisonalen und gesunden Lebensmitteln zubereitet. Die Getränke für die Kinder werden vom Hort gestellt und sind kostenlos. Die Teilnahme am Mittagessen ist vertraglich festgelegt, muss aber nicht zwingend gebucht werden.

 

Nach dem Mittagessen gehen alle Kinder nach draußen an die frische Luft, um den natürlichen Bewegungsdrang auszugleichen. Wir gehen bei jedem Wetter, auch bei Wind, Regen oder Schnee nach draußen, um dort die überdachten oder freien Plätze sowie Spielgeräte des Schulhofs zu nutzen. Geeignete Kleidung und witterungsbedingte Ausstattung sind daher zu jeder Zeit gefragt.

In der Gruppe 2 finden kleine Angebote statt, die vor allem die Selbstständigkeit und Lebenspraxis der Altersgruppe fördern. Gruppenkonferenzen sowie der richtige Umgang untereinander sind Inhalte die in dieser Zeit oft ihren Platz finden.

 

In der Hausaufgabenzeit ab 14.45 Uhr befinden sich die Kinder in frisch gelüfteten und reizarmen Räumen. Jedes Kind bekommt am Anfang des Schuljahres einen geeigneten Platz zugeteilt und behält diesen meist bis Ende des Hortjahres. Nachdem Ruhe/Stille eingekehrt ist, beginnen alle Kinder mit ihren Aufgaben. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen teilen alle Kinder vor Beginn des Schuljahres in Kleingruppen ein, die sich meist nach den Klassenstufen richten.

 

Diese werden über das gesamte Schuljahr über von uns begleitet, beobachtet, dokumentiert und unterstützt. Auch hier beläuft sich wiederrum unser Ansatz auf der Selbstständigkeit jedes Einzelnen, was nicht bedeutet das die Kinder keine Hilfestellung erlangen.

 

Bei Auffälligkeiten oder wiederkehrenden Schwierigkeiten ist es zudem möglich im Austausch mit dem Lehrkörper geeignete Ansätze und Methoden zu finden, die im besten Fall wieder zu mehr Erfolgserlebnissen und Selbstvertrauen führen können.

 

Bis 16 Uhr kann jedes Kind konzentriert an seinen Hausaufgaben, Übungen, Defiziten und Interessen arbeiten. Wenn möglich werden die Hausaufgaben vor Ende der Hausaufgabenzeit noch stichpunktartig überflogen, allerdings nicht korrigiert. Die Lehrkräfte sollen durch Fehler die Rückmeldung erhalten, ob das Wissen der Kinder bereits gefestigt ist oder ob noch Übungsbedarf besteht.